Prüfer- & Prüfungsordnung zur Einsatzfähigkeit

im Bereich MANTRAILING


Voraussetzungen

Prüfer/in

  • Mindestalter: 18 Jahre

  • Finderwille Stützpunkt-Trainer/in Mantrailing

  • Akkreditierung durch Finderwille (Inh. R.Orth)

  • Ein Prüfer darf keine Hundeführer prüfen, die er selber ausbildet

  • Die Prüfung wird berechnet mit 100€ pro Team.

Hund

  • Mindestalter: 12 Monate

  • Gültiger Impfschutz nach den örtlichen Vorschriften

  • Haftpflichtversicherung

  • Die Dokumente zum Impfschutz und zur Versicherung
    sind bei Anmeldung zur Prüfung vorzulegen.

  • Art- und Tierschutzgerechte Haltung, Führung und Ausbildung

  • Passendes Mantrailing-Geschirr inkl. Warnleuchte und eine Mantrailing-Leine

 Hundeführer/in

  • Mindestalter: 18 Jahre

  • Vorhandene Verschwiegenheitserklärung Finderwille

  • Polizeiliches Führungszeugnis (aktuell)

  • Sichtung und Zulassung durch einen Finderwille Stützpunkt Trainer

Ausbildung

  • BOS-Funkausbildung analog und digital incl. Verschwiegenheitserklärung

  • Erweiterte Erste Hilfe für Rettungshundeeinsätze (alle 2 Jahre aufzufrischen)

  • Erste Hilfe „HUND“

  • PSNV (Notfallseelsorge)

  • Einsatzablauf und -organisation

  • Die Dokumente zum Nachweis der Ausbildung sind bei Anmeldung zur Prüfung vorzulegen.


Ausstattung des Mantrailing-Teams

Zur Prüfung:

  • Warnweste nach EN ISO 20471 Klasse 1 und knöchelhohe Schuhe,

  • Ausreichend Wasser für Mensch und Hund.

  • Erste-Hilfe Paket Mensch (DIN13167) sowie Hund gefüllt mit tiergerechtem Material zur Erstversorgung von Verletzungen, u.a. durchkausicherem Pfotenverband, Druckverband, Quickverband, Rettungsdecke, Kompressen, Silkstrips, elastischen Binden, Hautdesinfektion, Zeckenpinzette

Im Einsatz:

  • Sicherheitskleidung nach Rettungsdienst-Normen, mindestens Warnweste nach EN ISO 20471 Klasse 1 und knöchelhohe Schuhe.

  • Ausreichend Wasser für Mensch und Hund.

  • Erste-Hilfe Paket Mensch (DIN13167) sowie Hund gefüllt mit tiergerechtem Material zur Erstversorgung von Verletzungen, u.a. durchkausicherem Pfotenverband, Druckverband, Quickverband, Rettungsdecke, Kompressen, Silkstrips, elastischen Binden, Hautdesinfektion, Zeckenpinzette

  • Die Bekleidung muss schützen und sichtbar machen.

  • Entsprechende Regeln sind in der DGUV-R 105-003 festgelegt.

  • Sie können sich die DGUV-R 105-003 als PDF von der DGUV-Webseite herunterladen.

     

Diese Beispielbilder stammen von der Firma

Geilenkothen Fabrik für Schutzkleidung GmbH


Begriffserklärungen

Wald & Wiesen

  • Der Trailverlauf befindet sich im Bereich von Wald, Wiesen, Feldern und sonstigen Grünflächen.

Bebauung

  • Der Trailverlauf befindet sich im Bereich von Dörfern, Städten und Gemeinden.

Double-Blind-Trail

  • Niemandem ist der Verlauf des Trails bekannt.

  • Nur die Versteckperson kennt den Trail und zeichnet diesen mittels GPS zur späteren Auswertung auf.

  • Die Versteckperson erhält nur eine Vorgabe in Bezug auf die Länge des Trails, damit das Prüfer-Team den Zeitrahmen der Suche festlegen kann.


Trust your dog!

Do your job!


Ablauf der Prüfung

  • Bei dieser Prüfung zur Einsatzfähigkeit im Bereich Mantrailing handelt es sich um eine Sichtungsprüfung.

  • Dem zu prüfenden Mantrailing-Team werden an drei aufeinanderfolgenden Tagen verschiedene Aufgaben durch die geplanten Trails gestellt.

  • Das Prüfer-Team besteht aus zwei Prüfer/innen, die an den gesamten Tagen das Mantrailing-Team beurteilen und prüfen.

  • Für das Planen und Auslegen der Trails ist das Prüfer-Team zuständig.

  • Insgesamt werden drei verschiedene Trails pro Mantrailing-Team ausgelegt und auf die drei Prüfungstage aufgeteilt.

  • Die drei verschiedenen Trails unterliegen keiner festgelegten Reihenfolge, müssen aber innerhalb der drei Prüfungstage vom Mantrailing-Team absolviert werden.

  • Es wird ein frischer Single-Blind-Trail ausgelegt. 

  • Dieser Trail wird 20 bis 60 Minuten alt sein.

  • Es wird ein alter Single-Blind-Trail ausgelegt.

  • Dieser Trail wird 24 bis 72 Stunden alt sein.

  • Es wird ein Double-Blind-Trail ausgelegt.
    Es muss "Wald & Wiesen" und "Bebauung" vorkommen.

  • Dieser Trail wird 20 bis 60 Minuten alt sein.

 

  • Alle Trails werden zwischen 400 und 800 Meter lang sein, die Versteckpersonen werden variieren und der jeweilige Geruchsartikel wird vor dem Start des Trails vom Prüfer-Team an das Mantrailing-Team übergeben.

  • Der Geruchsartikel muss immer älter sein als der gelegte Trail und wird deshalb vor dem Auslegen des Trails von der Versteckperson in einem dichten Glasbehälter hinterlegt.

  • Der Abgangsbereich der Versteckperson ist immer bekannt und wird dem Mantrailing-Team mitgeteilt.

 

  • Die zeitliche Begrenzung ergibt sich aus der jeweiligen Länge des Trails.

  • Für jeweils 100 Meter Traillänge werden 5 Minuten Suchzeit angesetzt.

  • Weder die Länge, noch der Zeitrahmen des Trails werden dem Mantrailing-Team vorab mitgeteilt, damit nicht über den Verlauf des Trails spekuliert werden kann.

  • Das Prüfer-Team plant alleine die Länge und den Zeitrahmen des Trails in Absprache mit der Versteckperson.

  • Der Hundeführer kann Pausen machen, bei denen die Zeitmessung gestoppt wird. Die Pausen müssen dazu angesagt werden.

  • Ein Hundeführer kann an einer Prüfung nur mit einem Hund geprüft werden.

  • Ein Hund kann an einer Prüfung nur mit einem Hundeführer geprüft werden.

  • Ein oder zwei nicht gelaufene Trails können bei der nächsten Prüfung nachgeholt werden.

  • Die Sichtungsprüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 65% der Trails im gesamten Verlauf der drei Tage gelöst wurden.

  • Die Trails werden anhand der GPS-Daten von Versteckperson und Hundeführer ausgewertet.

  • Die Sichtungsprüfung kann bei nicht bestehen jederzeit wiederholt werden, es gibt keine Einschränkung der Wiederholungen.

  • Es gibt zudem weder eine Altersbegrenzung nach oben bei Hund oder Mensch.

  • Die erworbene Einsatzfähigkeit im Bereich Mantrailing bleibt 2 Jahre bestehen und muss durch eine Wiederholungsprüfung erneut erlangt werden. Wird eine Wiederholungsprüfung nicht bestanden, so ist das Team sofort nicht mehr einsatzfähig.

  • Ein Flanker (Helfer) wird vom Prüfer-Team auf Wunsch gestellt. Es kann ein eigener Flanker vom Hundeführer mitgebracht werden.