Prüfer- & Prüfungsordnung zur Einsatzfähigkeit

im Bereich MANTRAILING


Voraussetzungen

Prüfer/in

  • Mindestalter: 18 Jahre

  • Finderwille Stützpunkt-Trainer/in Mantrailing

  • Akkreditierung durch Finderwille (Inh. R.Orth)

Hund

  • Mindestalter: 12 Monate

  • Gültiger Impfschutz nach den örtlichen Vorschriften

  • Haftpflichtversicherung

  • Art- und Tierschutzgerechte Haltung, Führung und Ausbildung

  • Passendes Mantrailing-Geschirr inkl. Warnleuchte und eine Mantrailing-Leine

 Hundeführer/in

  • Mindestalter: 18 Jahre

  • BOS-Funkausbildung

  • Sanitäter (z.B. SanA)

  • Erste Hilfe „HUND“

  • Sicherheitskleidung nach Rettungsdienst-Normen


Ausstattung des Mantrailing-Teams

  • Mantrailing-Teams sind besonderen Gefahren ausgesetzt, vor denen sie geschützt werden müssen.

  • Einsätze an stark befahrenen Straßen, in unwegsamem Gelände, bei Dunkelheit oder Nässe bringen hohe Anforderungen an die Arbeitskleidung dabei mit sich.

  • Die Bekleidung muss schützen, sichtbar machen und für spezielle Reinigungsverfahren geeignet sein.

  • Entsprechende Regeln sind in der DGUV-R 105-003 festgelegt.

  • Sie können sich die DGUV-R 105-003 als PDF von der DGUV-Webseite herunterladen.

     

Diese Beispielbilder stammen von der Firma

Geilenkothen Fabrik für Schutzkleidung GmbH


Begriffserklärungen

Wald & Wiesen

  • Der Trailverlauf befindet sich ausschließlich im Bereich von Wald, Wiesen, Feldern und sonstigen Grünflächen.

Bebauung

  • Der Trailverlauf befindet sich ausschließlich im Bereich von Dörfern, Städten und Gemeinden.

Doppelt-Blind-Trail

  • Niemandem ist der Verlauf des Trails bekannt.

  • Nur die Versteckperson kennt den Trail und zeichnet diesen mittels GPS zur späteren Auswertung auf.

  • Die Versteckperson erhält nur eine Vorgabe in Bezug auf die Länge des Trails, damit das Prüfer-Team den Zeitrahmen der Suche festlegen kann.


Trust your dog!

Do your job!


Ablauf der Prüfung

  • Bei dieser Prüfung zur Einsatzfähigkeit im Bereich Mantrailing handelt es sich um eine Sichtungsprüfung.

  • Dem zu prüfenden Mantrailing-Team werden an drei aufeinanderfolgenden Tagen verschiedene Aufgaben durch die geplanten Trails gestellt.

  • Das Prüfer-Team besteht aus zwei Prüfer/innen, die an den gesamten Tagen das Mantrailing-Team beurteilen und prüfen.

  • Für das Planen und Auslegen der Trails ist das Prüfer-Team zuständig.

  • Insgesamt werden sechs verschiedene Trails pro Mantrailing-Team ausgelegt und auf die drei Prüfungstage aufgeteilt.

  • Die sechs verschiedenen Trails unterliegen keiner festgelegten Reihenfolge, müssen aber innerhalb der drei Prüfungstage vom Mantrailing-Team absolviert werden.

 

  • Es werden zwei frische Trails ausgelegt, einmal „Wald & Wiesen“ und einmal „Bebauung“.

  • Diese Trails werden 20 bis 60 Minuten alt sein.

 

  • Es werden zwei alte Trails ausgelegt, einmal „Wald & Wiesen“ und einmal „Bebauung“.

  • Diese Trails werden 24 bis 72 Stunden alt sein.

 

  • Es werden zwei Doppelt-Blind-Trails ausgelegt, einmal „Wald & Wiesen“ und einmal „Bebauung“.

  • Diese Trails werden 20 bis 60 Minuten alt sein.

 

  • Alle Trails werden zwischen 400 und 800 Meter lang sein, die Versteckpersonen werden variieren und der jeweilige Geruchsartikel wird vor dem Start des Trails vom Prüfer-Team an das Mantrailing-Team übergeben.

  • Der Geruchsartikel muss immer älter sein als der gelegte Trail und wird deshalb vor dem Auslegen des Trails von der Versteckperson in einem dichten Glasbehälter hinterlegt.

  • Der Abgangsbereich der Versteckperson ist immer bekannt und wird dem Mantrailing-Team mitgeteilt.

  • Dies kann ein Fahrzeug, eine Haustüre, der Eingang/Ausgang eines Gebäudes oder ein Bereich von bis zu 50 x 50 Meter sein.

 

  • Die zeitliche Begrenzung ergibt sich aus der jeweiligen Länge des Trails.

  • Für jeweils 100 Meter Traillänge werden 5 Minuten Suchzeit angesetzt.

  • Weder die Länge, noch der Zeitrahmen des Trails werden dem Mantrailing-Team vorab mitgeteilt, damit nicht über den Verlauf des Trails spekuliert werden kann.

  • Das Prüfer-Team plant alleine die Länge und den Zeitrahmen des Trails in Absprache mit der Versteckperson.

 

  • Die Sichtungsprüfung gilt als bestanden, wenn über 67% der Trails im gesamten Verlauf der drei Tage gelöst wurden.

  • Jeder Trail wird einzeln bewertet und fließt anschließend in die Gesamtbewertung ein.

  • Die Prüfer führen einen Bewertungs- und Auswertungsbogen über das Mantrailing-Team während der gesamten Sichtungsprüfung.

  • Die Sichtungsprüfung kann bei nicht bestehen jederzeit wiederholt werden, es gibt keine Einschränkung der Wiederholungen.

 

  • Es gibt zudem weder eine Altersbegrenzung nach oben bei Hund oder Mensch, noch führt ein körperliches oder geistiges Handicap zum Ausschluss bei dieser Sichtungsprüfung.

  • Werden die geforderten Leistungen vom Mantrailing-Team erbracht und der Eigenschutz, wie auch die Sicherheit und Gesundheit des Hundes beachtet, ist jedes Mensch-Hund-Team herzlich willkommen diese Prüfung zur Einsatzfähigkeit im Bereich Mantrailing zu absolvieren.


Die erworbene Einsatzfähigkeit im Bereich Mantrailing bleibt bestehen, bis sich das Mensch-Hund-Team aus dem Einsatzgeschehen zurückzieht!